Es ist soweit, ein Wetterfenster öffnet sich und es kann losgehen. Am Abend zuvor lockt uns ein freundlicher Belgier zu seinem Boot, er schenkt uns eine große Portion fangfrischen Thunfisch.

Das Abendessen ist gerettet, lecker und gesund, es gibt Thunfisch-Tartar, was sonst. Der Belgier ist bereits um die Welt gesegelt und hat viel Erfahrung was Köder für Fische betrifft und er schenkt uns auch noch seinen blauen Köder. Am darauf folgenden Morgen, kaum sind wir 3 Stunden von der Küste Sardiniens entfernt, hängt was an der Angel. Schwere Last, offensichtlich kein einsamer Schuh, sondern ein Fisch. Wir sind gespannt 30 Minuten später sehen wir, es ist ein Thunfisch und kein kleiner – wouw –

ein Prachtexemplar, geschätzte 5 kg. Fast im Netz und zum Greifen nahe, schaffe ich es noch ein Foto zu machen, dann bricht die Angel und der Fisch ist weg, das wars dann wohl, seit Jahren der erste große Fisch…Kommentare überflüssig. Wir erreichen Sizilien fast planmäßig, das Cap San Vito muss allerdings bis morgen warten. Landgang mit Restaurantbesuch Pause und Erholung. Die Suche nach einem Geschäft für Anglerbedarf bleibt leider erfolglos, schade eigentlich, denn der Ehrgeiz ist geweckt. Unser weitere







Route führt uns in die Bucht von Palermo, nach Cefalù und dann auf die Insel Vulcano, bevor wir dann wieder einen langen Schlag durch die Straße von Messina bis hinter Spartivento haben.


















Ja, die Spirit hat inzwischen eine Dusche bitternötig…und wir freuen uns bald unser Ziel zu erreichen.

Der Wind hat das „sagen“ und so geht alles jetzt Schlag auf Schlag. Wir ankern westlich von Crotone und entscheiden uns nach einem ruhigen Morgen mit ausgiebigem Frühstück für eine letzte Nachtfahrt. Die Windvorhersage, Südwind 10-15 kn für die gesamte Strecke von 130 sm, Kurs 100°. Perfekter kann eine Vorhersage nicht sein, wenn das so stimmt ? Nach anfänglicher Motorunterstützung, ca. 2 Stunden, einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 5,5 Knoten, erreichen wir am Morgen Korfu ohne einen Tropfen Diesel. Das war einzigartig, Wachwechsel im drei Stunden Takt und einem Glas Champagner um Mitternacht, zwei Seemeilen vor der griechischen Grenze. Einfach nur perfekt, wie der Tag. Das schönste Geschenk für meinen Geburtstag, segeln im Morgengrau bis der Anker fällt, am Abend die erste Taverne Jassas Griechenland, dem ist nichts hinzuzufügen.






